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Stadt- und Wallfahrtsmuseum Walldürn?

Geschichte aus mehr als 2000 Jahren präsentiert das Stadt- und Wallfahrtsmuseum Walldürn. Thematisch ist das Museum in 5 Abteilungen gegliedert: Walldürn als Kastellstandort am Obergermanisch-Rätischen Limes, die Walldürner Wallfahrt als größte Eucharistische Wallfahrt Deutschlands mit Wallfahrtsgewerbe, traditionelles Walldürner Handwerk mit den Sparten Wachsziehen, Kunstblumenherstellung, Lebküchnerei und Blaudruck, beispielhafte Handwerksbetriebe einer ländlichen Kleinstadt. Schwerpunkt des Museums ist die Geschichte der Wallfahrt "Zum heiligen Blut", die im 14. Jahrhundert beginnt und heute jährlich über 100.000 Pilger aus fern und nah anzieht. In 3 Räumen präsentieren sich Exponate von alten Wallfahrtsvortragstafeln bis zu kleinen Andenken vom Walldürner Wallfahrtsmarkt, vom Heiligbluttüchlein bis zur Votivgabe. Auch dem ehemaligen Wallfahrtsgewerbe ist dabei großer Raum gewidmet. Im Erdgeschoß befinden sich Original-Wachsziehereigerätschaften der Fa. Ehemann, die im heutigen Museumsgebäude „Zum güldenen Engel“ eine Wachszieherei betrieb. 
Das Museum gibt aber auch weitere Einblicke in die 1200-jährige Stadtgeschichte und bietet ebenfalls einen Blick in die Vorgeschichte: Zwei Räume sind der Römerzeit gewidmet. Im 2. Obergeschoß ist ein Bürgerzimmer um 1900 einem "Kleine-Leute-Zimmer" gegenübergestellt, so dass ein differenziertes Geschichtsbild vermittelt wird. Bemalte Möbel des späten 18. und frühen 19. Jahrhunderts aus Walldürn und Umgebung und Exponate zur Geschichte von Vereinen schließen sich an.
In einem weiteren Raum sind "Stiftungen und Strandgut" thematisiert: An Beispielen wird gezeigt, was alles in unendlich breiter Palette dem Museum aus bekannten und unbekannten Walldürner Familien im Laufe eines runden Jahrhunderts überlassen wurde und was dieses zu verschiedenen Zeiten annahm. Dabei wird deutlich, dass der dem Museum übergebene schäbige Koffer einer ehemaligen Vertriebenen, mit dem diese ihre einzigen Habseligkeiten auf die Flucht mitnahm, unter biographischen Aspekten genauso wertvoll sein kann wie eine wertvolle Kommode einer bedeutenden Stiftung.                        
Öffnungszeiten

Sommerhalbjahr: Dienstag, Donnerstag, Sonntag 14.30 -16.30 Uhr. Winterhalbjahr geschlossen. Sonderführungen für Gruppen möglich.